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DÄFC empfiehlt

Hier wollen wir euch in unregelmäßigen Abständen ein paar Bands ans Herz legen, die zwar eigentlich nichts mit die ärzte zu tun haben, die aber dem ein oder anderen dennoch gefallen könnten. Und als Bonbon für alle DÄFC-Mitglieder gibt es hin und wieder auch etwas zu gewinnen!

Gisbert zu Knyphausen

www.gisbertzuknyphausen.deFoto: Dennis Williamson
www.myspace.com/gisbertzuknyphausen

Gisbert zu Knyphausen stellt den Musikbeschreiberling mal wieder vor das altbekannte Architekturtanzproblem. Man würde den Leuten ja gerne mitteilen, was er so macht und wie das so klingt, aber dazu müsste man in Schubladen greifen und Klischees hervorpopeln, und das tut man doch so ungern, gerade in diesem Fall.

Denn man möchte ja Gisberts Musik und Texten gerecht werden und weiß dennoch, dass dieses Unterfangen von Anfang an zum Scheitern verurteilt ist, da ja seine Werke, wenn man sie problemlos in Worte fassen könnte, logischerweise nicht so toll wären, wie sie es sind, und… Ich fang noch mal an.

Gisbert zu Knyphausen heißt wirklich so. Das gibt er live auch gerne gleich bekannt. Ansonsten spricht er bei Konzerten nicht so viel, sondern macht lieber Musik, und das kann er gut. Die Musik klingt nach Hamburg, was daran liegen mag, dass Gisbert mittlerweile da auch wohnt. Vielleicht war es aber auch umgekehrt, und er musste instinktiv aufgrund der Musik, die er mag, und der Musik, die er macht nach Hamburg ziehen. Womit wir neben der Architekturtanzproblematik auch noch das Huhn-Ei-Mysterium in diesen Text eingebracht hätten. Argh!

Wie dem auch sei, Gisbert zu Knyphausen schreibt wunderschöne Melodien, gerne im Singer-/Songwriter-Stil, gerne trotzdem mit einer Portion Lärm als Hintergrundbegleitung. Zu den Melodien gesellen sich noch schönere Texte, die das Leben so beschreiben, wie es jeder mal empfindet. Und nein, damit ist beileibe nicht der kleinste gemeinsame Nenner der musikalischen Lyrik nach dem Motto „Wahnsinn Hölle Hölle Hölle“ et al. gemeint. Im Gegenteil, wir sprechen hier von „Genau so ist es, bloß hätte ich das nie so schön formulieren können.“ Macht nichts, dafür haben wir ja jetzt Gisbert zu Knyphausen. Der uns bestätigt, dass Melancholie immer dann am schönsten ist, wenn man tief im Innern ganz genau weiß, dass sie wieder vorüber geht. Und dass zwischen ebendiesem flüchtigen Gefühl der leisen Wehmut über das, was nicht ist und das, was vielleicht sein könnte und dem sich selbst anekelnden Gejammer des ewigen Selbstmitleids ein himmelweiter Unterschied besteht.

Oder wie Gisbert es formulieren würde: „Und jetzt schau’ dich an und sag mir dann, denkst du wirklich du wärst so interessant, wenn du dich suhlst in deinem Schmerz? Bla bla bla! Ist es wirklich so toll, hilflos zu sein? Du bist so groß und machst dich selbst so seltsam klein. Du bist immer so fixiert auf das was noch fehlt und jetzt schau’ nicht so gequält – das sieht scheiße aus!“

Ein paar Konzerte gibt Gisbert zu Knyphausen in den nächsten Monaten auch, und zwar dann und dort:

06.06. Göttingen, Café Kreuzberg
11.07. Siegen, Vortex
12.07. Krefeld, Kulturrampe
13.07. Bonn, Zone
02.08. Hamburg, Knust

Wir verlosen zwei Exemplare von Gisbert zu Knyphausens selbstbetiteltem Debütalbum auf Vinyl. Um zu gewinnen musst Du DÄOF-Mitglied sein und folgende Frage richtig beantworten:

Wie heißt Gisberts Online-Label?

Schick die Antwort bitte unter dem Stichwort "Gisbert zu Knyphausen" an gewinnspiel[at]daeof.de und gib Deinen Namen und Deine Mitgliedsnummer an! Einsendeschluss ist der 30.06.2008.


Die richtige Lösung: Omaha Records


Gewonnen haben:

  • rawwwrr (# 6472)
  • Phr33d0 (# 5287)
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